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Doppelbesteuerung


Um zu verhindern, dass dieselben Einkünfte von Ausländern gleichzeitig in Deutschland und in ihrem Heimatland besteuert werden, gibt es mit vielen Ländern Doppelbesteuerungsabkommen. In diesen Abkommen wird geregelt, in welchem Land Steuern gezahlt werden müssen. Grundsätzlich gilt folgende Regel: Wenn Sie kürzer als ein halbes Jahr in Deutschland bleiben, Sie für einen ausländischen Arbeitgeber tätig sind und ein Doppelbesteuerungsabkommen das Besteuerungsrecht dem Heimatland zuweist, wird das Gehalt im Heimatland besteuert. Liegt eine dieser drei Voraussetzungen nicht vor, wird das Gehalt in Deutschland besteuert.

Bitte beachten Sie, dass einige Doppelbesteuerungsabkommen Sondervorschriften enthalten, die für bestimmte zeitlich begrenzte Lehr- und Forschungsaufenthalte eine Steuerbefreiung im Tätigkeitsstaat vorsehen beziehungsweise das Besteuerungsrecht dem Ansässigkeitsstaat zuweisen. Diese Sondervorschrift gilt in den meisten Abkommen nur für Aufenthalte bis zu 2 Jahren. Allerdings unterscheiden sich die Sondervorschriften inhaltlich stark, so dass in jedem Fall das jeweilige Abkommen individuell geprüft werden muss.

(Quelle: Euraxess Deutschland)

Eine Übersicht der Doppelbesteuerungsabkommen finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums der Finanzen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundeszentralamts für Steuern und in der "Broschüre „Steuern von A bis Z des Bundesministeriums der Finanzen. Auch auf den Seiten von Euraxess Deutschland finden Sie hilfreiche Informationen zum Thema Steuern und Doppelbesteuerung.

Bitte prüfen Sie Ihren persönlichen Fall direkt mit den zuständigen Steuerbehörden beziehungsweise einem Steuerberater im Heimatland oder auch in Deutschland. Der Welcome Service kann keine Beratung in Steuerangelegenheiten bieten.

Internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit einem Beschäftigungsverhältnis mit der Universität Augsburg werden von der Personalabteilung in diesen Fragen beraten.