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Anastassiya Popenya


Anastassiya Popenya 

Vollstipendiatin des DAAD, Preisträgerin des pädagogischen Austauschdienstes und vom Auswärtigen Amt für ihren Essay zum Thema „Deutschland – wie ich es sehe“ ausgezeichnet. Dazu noch ein sehr gutes Abitur sowie exzellente Bachelor-und Master-Abschlüsse. Wer den Lebenslauf von Anastassiya Popenya liest, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Noch beeindruckender ist es, die junge Kasachin selbst zu treffen. Sie ist trotz aller Erfolge auf dem Boden geblieben. Mit ihrem freundlichen Lächeln und ihrer offenen Art nimmt sie schnell jeden für sich ein. Ihr Erfolgsgeheimnis? „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, meint sie nachdenklich und ergänzt, "ich glaube, wenn man sich für etwas begeistern kann, dann hat man gute Chancen, das Beste daraus zu machen." 

Nach dem Abitur und zwei Semestern an der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty führte Popenyas Weg im Herbst 2009 nach Deutschland, um am Studienkolleg Mittelhessen die deutsche Hochschulzugangsberechtigung zu erwerben. „Meine Begeisterung für Deutschland hat meine Mutter geweckt. Sie hat viele Jahre als Deutschlehrerin gearbeitet und mir das ABC-Lied beigebracht. Am Gymnasium hatte ich dann viel Deutsch-Unterricht, und als ich die Möglichkeit bekam, mit dem DAAD-Stipendium nach Deutschland zu gehen, konnte ich mir diese nicht entgehen lassen.“ Ein Jahr später zog Popenya nach Augsburg, um an der Universität Medien und Kommunikation zu studieren. Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, erinnert sie sich. Mit ihren Noten hätte sie vermutlich überall studieren können. Entsprechend umfassend informierte sie sich im Vorfeld. Die Studieninhalte und die gute Betreuung der ausländischen Studierenden gaben damals den Ausschlag für Augsburg. „Und das war ein eindeutiges Bingo! Ich habe sehr schöne Erinnerungen an meine Studienzeit in Augsburg. Diese war immer spannend und hat mein Leben durch viele tolle Freundschaften bereichert.“

 

Popenya, Anastassiya 
Anastassiya Popenya (links) und Prof. Dr. Henning Rosenau, Vizepräsident für Forschung und Internationalisierung, bei der Ehrung der ausländischen Absolventen und Absolventinnen im November 2013.

 

Auch außerhalb ihres Studiums war Popenya aktiv. So arbeitete sie unter anderem beim Campusfernsehen der Uni Augsburg mit, betreute als studentische Hilfskraft ausländische Studierende im Studienvorbereitungskurs des Akademischen Auslandsamts und leitete das mehrfach preisgekrönte Podcast-Projekt student.stories mit. Ferner absolvierte sie ein zweimonatiges Praktikum bei der PR-Agentur Emanate GmbH in München und ein weiteres in der Abteilung Corporate Publications/Corporate Communications bei Henkel in Düsseldorf. „Meine verschiedenen beruflichen Erfahrungen möchte ich nicht missen“, erzählt sie, „ich konnte das theoretische Wissen, das ich an der Uni erworben habe, praktisch anwenden und wichtige soziale sowie interkulturelle Kompetenzen erwerben.“ 

Nach ihrem Bachelor-Abschluss im Sommer 2013 zog es Popenya dann nach Leipzig, um an der dortigen Universität den Master Communication Management zu studieren. Der Studiengang gab mir die Möglichkeit, meine kommunikationswissenschaftlichen Kenntnisse zu vertiefen und diese mit betriebswirtschaftlichen Aspekten zu verbinden, erklärt sie. Offenbar hat das gut geklappt, denn seit ihrem Abschluss im September 2015 arbeitet Popenya in der Unternehmenskommunikation der Deutschen Telekom in Bonn. Ich bin dankbar für diese Chance, und ich werde sie weiterhin nutzen“, sagt Popenya selbstbewusst.